Was ein wenig unglaubwürdig klingt ist jedoch bitterer Ernst, zumindest im Krimi-Dinner welches uns am Mottotag von Anja und Nadine heute während diverser Mahlzeiten begleiten wird. Und so erleben wir ganz im Sinne unserer seemännischen Kriminalgeschichte, wie Crewmitglieder zu schauspielerischen Höchstleistungen anlaufen. Was heute ebenfalls zu Höchstleistungen anläuft, ist das Wetter - leider jedoch nicht im Positiven: Kaum hat uns Nadine B. aus der großen Hafenbucht von Porto Colom herausmanövriert, empfangen uns ungemütlich-kabbelige Wellen. Groß und kurz - genau so, wie man sie eher nicht mag! Da wir für heute eh keine großen Pläne hegen, beschließen wir, uns bald in den nächsten Hafen und zurück an unser kriminologisches Entspannungsprogramm zu begeben.
Somit liegen wir ungewöhnlich früh an der Boje in Porto Petro, wo es nicht wirklich ruhiger zugeht als auf dem offenen Meer. Man hätte wohl doch auf den Törnführer hören sollen, der dieser Hafenbucht nur wenig Schutz vor Schwell zugesprochen hat. Dennoch liegen wir an der Boje - umringt von einigen netten Urlaubs-Villen - sehr schön.
Um uns ein wenig zu erholen, setzen wir mit dem Beiboot zum urigen Fischerort über, als endlich der bisher graue Wolkenhimmel aufreißt und uns den Rest des Tages blauen Himmel und strahlende Sonne beschert. Was folgt ist ein üppiger Landgang mit Tapas-Bar und Cocktail-Lounge, wo es die Fortsetzung unseres mordslüstigen Rollenspiels gibt. Die ersten Verdächtigungen werden ausgesprochen und nur von einem Einkaufsmarathon durch die winzigen Supermärkte des Ortes jäh unterbrochen.
Der ein oder andere wehmütige Blick hinaus auf die sonnenbeschienene See und den vertanen Segeltag kann sich der Skipper nicht verkneifen, als uns der Außenborder zurück zur Boje mit unserer FELICITAS peitscht.