Pünktlich um 10 Uhr - oder ein ganz klein wenig später - legen wir ab und setzen noch in der Bucht von Porto Petro Groß- und Vorsegel. Kurs Richtung Cabrera! Bei einer 4er Wind zeigt unser Tacho einmal kurz 9,3 Knoten Fährt durchs Wasser. Das soll aber auch unsere Spitzengeschwindigkeit bleiben, denn nachmittags flaut der Wind etwas ab und wir kreuzen gemütlich und in Begleitung zweier anderer Segler mit scheinbar gleichem Ziel weiter Richtung SSW.


Der Tag zieht sonnig und unspektakulär vorbei; heute ist Chillen angesagt! obwohl es uns ein, zwei mal in den Fingern juckt und wir drauf und dran sind, mit Motorhilfe doch etwas schneller als Ziel zu kommen, holen wir gegen 17:30 Uhr direkt unterhalb der Burg von Cabrera die Segel ein.

Anschließend fahren wir in die wunderschöne und abendsonnenbeschienene Bucht Naturbucht, wo uns die Wächter des Naturparks gleich auf unsere Bojenreservierung hin checken. Uns bleibt noch eine größere Auswahl an Bojen im hinteren Teil der Bucht. Dinghi ins Wasser und ab an Land! Schließlich wollen wir uns den Ausblick von der Burg auf die untergehende Sonne nicht entgehen lassen. Unser allzu hastiges Übersetzen hinterlässt Spuren, in unserem Falle nasse Hintern von hereinschwappendem Wasser. Gedankennotiz einmal wieder: Dingi mit Außenborder macht weniger Spaß als erhofft!

Dafür entschädigt der tolle Ausblick über die Bucht, den wir kurz darauf von der Aussichtsplattform des Kastells genießen. Die Idylle wird nur durch einen Dudelsack-Spieler jäh unterbrochen, der die Segler an diesem Abend standesgemäß im Schottenrock mit seinen Melodien zu begeistern versucht. Kultur in allen Ehren - in dieser Kulisse empfinden wir seine Ambitionen doch eher als Lärm und machen uns nach einem ausgiebigen Fotoshootings ("El Nino!") zurück zum Boot. Schnell noch ein paar Baguettes in der gar nicht so schlecht sortierten Taverne gekauft und ab geht die Post, mit dem Dingi quer durch die Bucht. Diesmal fahren wir in 2 Grüppchen - alle Popos bleiben trocken!